Die Ruinen der Engelburg - Das Hexenauge

25 Minuten vom Stadtzentrum entfernt befinden sich die Ruinen des Schlosses Engelburg, die nur zu Fuß zugänglich sind und eine herrliche Aussicht bieten.

Im Jahr 1224 ließ der Graf Friedrich II. von Ferrette das Schloss Engelburg erbauen, um von der Anhöhe aus die Zahlung der Durchgangsgebühren überwachen zu können.

Die erste Erwähnung des Schlosses fällt in das Jahr 1234, als der König Heinrich VII. die beschlagnahmten Güter von Ludwig dem Grausamen (Mörder seines Vaters Friedrich II.) dem Erzbischof von Basel anvertraut. Dieser gibt 1251 die Burg als Lehen an Ulrich II. von Ferrette weiter.

Der Dreißigjährige Krieg bekam dem Schloss nicht gut. Genau wie die Stadt musste es zwischen 1633 und 1639 sieben Besitzerwechsel ertragen und war in katastrophalem Zustand, als es 1658 in die Hände des Kardinals Mazarin fiel. Mit dem Westfalener Frieden wurde die Landesgrenze von den Vogesen an den Rhein verschoben und das Schloss hatte damit keine strategische Bedeutung mehr. Aus diesem Grund ließ Ludwig XIV. es im Jahre 1673 zerstören.

Der Auftrag wurde von den Bergarbeitern aus Giromagny durchgeführt. Beim dritten Sprengversuch zerbrach der Turm in mehrere Teile. Einer davon ist bis heute auf dem Hügel zu finden und bildet das „Hexenauge“.